








D'Rink ist ein Konzept für einen Trinkbrunnen im Düsseldorfer Stadtraum, entstanden im Kurs „Trinkbrunnen für Düsseldorf“ an der Peter Behrens School of Arts der Hochschule Düsseldorf. Aus einer lasergeschnittenen Bodenplatte mit konzentrischem Wellenmuster wachsen drei unterschiedlich hohe, sanft gebogene Kunststoffrohre als Wasserauslässe; eine in die Platte eingelassene Rinne nimmt das ablaufende Wasser auf.
Das Kursthema „More Than Human“ fragt, wie Trinkbrunnen nicht nur Menschen, sondern auch Tieren und Pflanzen dienen können. Die Linienführung der Rohre wurde in Drahtstudien und Wassertests entwickelt, das Wellenmuster der Platte später per 3D-Scan digitalisiert – Grundlage für ein Modell im Maßstab 1:10 und die Visualisierung am Worringer Platz. Der Prototyp wird am 10. Oktober 2026 in der Ausstellung „More Than Human“ am Worringer Platz gezeigt.










Kampagne für die Ausstellung „More Than Human – Trinkbrunnen. Nicht nur Menschen brauchen Wasser“, in der die Trinkbrunnen-Entwürfe des Kurses am Worringer Platz präsentiert werden. Ein Schwarz-Weiß-Moiré aus gewellten Punktreihen greift das Wellenmuster von D'Rink auf und trägt eine großformatige Wortmarke; Termin, Ort und Förderung sind fester Teil des Layouts.
Die Rückseite wiederholt den Claim in sieben Sprachen – Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Ukrainisch, Russisch und Arabisch – und versammelt die Logos von HSD, PBSA, KreativRaumD und der Nachhaltigkeitsstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf. Aus dem Grundlayout wurden Varianten für A5-Flyer, A2-Poster, Instagram und E-Mail abgeleitet.






Die Visualisierung setzt D'Rink in einen gedachten Stadtraum am Worringer Platz: eine runde Wellenfläche mit Wasser, Rasen, Bäume und eine Häuserzeile, dazu Standrohre für Trinken, Duschen, Sprühnebel und einen seitlichen Auslass. Fünf Kamerastandpunkte – Vogelperspektive, Frontalansicht, Nahaufnahme, Blick über die Schulter, niedriger Weitwinkel – zeigen den Entwurf in Blender und Cycles.
Für das Modell im Maßstab 1:10 wurde die Musterplatte per Fotogrammetrie digitalisiert und mit den Laserschnitt-Vektoren abgeglichen; zwei Platten und drei Rohrlängen bilden den druckbaren Datensatz. Ergänzend entstand der „3D Baukasten“, ein browserbasiertes Werkzeug auf Basis von Three.js, um Rohrleitungen aus geraden Segmenten, Bögen und Düsenköpfen parametrisch zusammenzustecken und als STL zu exportieren.








Das Atrium der HSD mit seiner breiten Betontreppe ist ein Durchgangsort: Man sitzt kurz, aufs Handy schauend, meist allein – und geht weiter, weil der Beton kalt und hart ist. Zählen, Tracen und Mapping der Nutzung über mehrere Tage machten das sichtbar. Die Intervention antwortet mit Sitzkissen: Stoffbeutel, mit Schaumstoff gefüllt und von Hand in Helvetica beschriftet, die aneinandergereiht Sätze ergeben – „Let's Make Some Space“, „Be Bold“, „Is This Human?“.
Aufgehängt am Gitterzaun und verteilt auf den Stufen laden die Kissen zum Bleiben ein; wer eines nimmt, verändert den Satz. Interviews und eine Umfrage nach der Ausstellung zeigten mehr und längere Nutzung der Treppe – und den Wunsch nach Sitzkissen für die Ringvorlesungen. Als Perspektive entstand eine Holzbox auf den Stufen, in der die Kissen dauerhaft bleiben können.








Generative Annäherung an Arno Schmidts „Zettel's Traum“ mit den Wachstumsregeln des Schleimpilzes Physarum polycephalum. Am Anfang steht ein Experiment: Haferflocken markieren Buchstabenpositionen, der Organismus zieht in einer dunklen Box seine Verbindungen, ein Flachbettscanner dokumentiert das Wachstum alle 30 Minuten – der Lichtimpuls jedes Scans beeinflusst die Wuchsrichtung und wird als Teil der Ko-Autorschaft akzeptiert.
Aus den Scans werden Wachstumsregeln für eine Simulation: Schmidts Text (Zettel 1401–1599) bildet die Adern eines simulierten Pilzes, die Schriftgröße folgt dem Lesefortschritt. Ergebnis sind zwölf Tafeln, eine Publikation und vier Plakatserien à zwanzig Plakaten im Format A0 – Klassik, Archetypen, Gelb, Frei – für die Ausstellung „A Collaboration with the Unknown“ im Bilker Bunker, Düsseldorf (17.–19. Juli 2026), deren komplettes Ausstellungsdesign gemeinsam mit Henning Sostmann entstand. Gesetzt generativ in Python und JavaScript aus Helvetica Neue, DIN Condensed, Garara und Menlo; gedruckt bei WhiteWall auf Leinen.














Analoge Aufnahmen aus Seoul auf drei Filmrollen – Kodak Gold 200, Kodak UltraMax 400 und ein 500T-Kinofilm. Im Blick stehen Architektur und Stadtraum: der Palast Gyeongbokgung, verglaste Türme mit Leuchtschrift, Deckenkonstruktionen, eine Promenade unter bedecktem Himmel.
Die Serie ist zugleich Bildmaterial für die Hausarbeit „Die entworfene Schrift. Hangul als Designsystem“ – Beobachtungen zu Hangul im öffentlichen Raum.









Vier Filmrollen eines Sommers, gescannt am Frontier: Kodak Gold 200 für Küste und Watt, Portra 400 für Alpen und Promenade, dazu ein weiterer Farbfilm und Ilford HP5+ in Schwarzweiß. Menschenleere, ruhige Landschaften – ein Priel durch die Salzwiese, ein Grat mit Bergstation, ein Blick aufs offene Meer.
Aufgenommen auf Kleinbild, entwickelt und gescannt im Labor.




Ein reiner CPU-Renderer für Wasser-Interferenzbilder: Wellen von ein bis fünf Punktquellen überlagern sich zu hyperbolischen Kaustik-Linien auf dunkelblauem Wasser, mit weichem Himmelsverlauf, überbelichtetem Sonnenreflex und Bloom. Zwei Presets – „front“ und „back“ – sind auf Druck in A5 ausgelegt; ein browserbasiertes Live-Vorschau-Tool stellt Kamera, Himmel, Kaustiken und Sonne per Regler ein.
Dazu gehören weitere selbstgebaute Werkzeuge: „Schattenkarte“ zerlegt Fotos in Werte, Notan und Umriss und leitet daraus eine Schattier-Anleitung fürs Zeichnen ab; der „Typo-Generator“ setzt Text nach den Regeln der Schweizer Typografie und listet jede mikrotypografische Korrektur mit Begründung. Eine interaktive Fassung läuft direkt im Browser: (Interaktiv).


Klicken setzt eine Quelle, Ziehen verschiebt sie, Scrollen ändert die Wellenlänge. Bis zu fünf Quellen.







Käfer Design ist ein Buch über die Gestaltung der Natur. Auf rund 190 Seiten stehen Käfer als gestaltete Objekte – Schwarzgefleckter Schildkäfer, Eupholus-Rüsselkäfer, Goldprachtkäfer –, jeder freigestellt auf einer eigenen, aus seinem Panzer abgeleiteten Farbfläche, gegenüber ein Steckbrief mit deutschem und wissenschaftlichem Namen, Herkunft und Merkmalen.
Die Aufnahmen entstanden im Fotostudio und wurden freigestellt und geschärft. Der Umschlag übersetzt die Panzerstruktur in ein holografisches Muster, die farbigen Seiten bilden am geschlossenen Buch einen Regenbogenschnitt; Vorwort, Inhaltsverzeichnis, Glossar und Index rahmen die Bildstrecke. Entstanden gemeinsam mit Elliot Buro im Kurs Editorial.






Garlef Meyer studiert Kommunikationsdesign an der Peter Behrens School of Arts der Hochschule Düsseldorf. Die Arbeiten bewegen sich zwischen analogem Bild und digitalem Werkzeug: Fotografie auf Kleinbildfilm und digital – grobkörniges Schwarzweiß, grafisch reduzierte Architektur, ruhige Landschaften – und Systeme statt Einzelbilder: Beschilderung, Typografie und selbst programmierte Werkzeuge, teils verknüpft mit biologischen oder physikalischen Prozessen wie Schleimpilz-Wachstum oder Wasserinterferenz. Aktuell entsteht mit D'Rink ein Konzept für einen Trinkbrunnen im Düsseldorfer Stadtraum.
seit 2023 — Bachelor Kommunikationsdesign, Hochschule Düsseldorf (PBSA)
2013–2021 — Abitur, Lessing-Gymnasium Frankfurt am Main (altsprachlicher Zweig, Großes Latinum)
2026 — „More Than Human – Trinkbrunnen“, KreativRaumD, Worringer Platz, Düsseldorf (10. Oktober)
2026 — „Collaborating with the Unknown“, Bilker Bunker, Düsseldorf (Ausstellungsdesign mit Henning Sostmann)
seit 2025 — Mitglied der Fachschaft Design, HSD
2017–2021 — Schülerzeitung „Lessing-Journal“: Leitung, Layout, Fotografie
2017–2021 — Fotograf für Schulveranstaltungen und ein Zeitzeugenprojekt
2020 — Imagefilm zum Tag der offenen Tür, Lessing-Gymnasium (Storyboard, Planung, Umsetzung)
Analoge Fotografie: Kleinbild und Mittelformat
Analoger Druck: Vergrößerungen und Abzüge aller Art, Filmentwicklung, Scan
Digitale Fotografie
Alle Adobe-Programme: InDesign, Illustrator, Photoshop, Lightroom, Premiere Pro, After Effects
Blender, Cinema 4D, Unity, Unreal Engine
Glyphs
HTML, CSS, JavaScript, Three.js, Python
3D-Druck, Laserschnitt, Fotogrammetrie
Deutsch (Muttersprache)
Englisch
Französisch
Italienisch
Ausgewählte Texte aus dem Studium: Hausarbeiten und Essays zu Gestaltung, Technik und Wahrnehmung.
Menschlicher als der Mensch?
Der Voight-Kampff-Test in Blade Runner und Maldonados Frage nach dem Körper in der digitalen Welt – gelesen im Zeitalter der KI
Hausarbeit, Seminar „Digitale Welt und Gestaltung“ (Prof. Dr. Hyun Kang Kim), HSD PBSA, August 2026, ca. 6.500 Wörter
Wer heute mit einem Chatbot schreibt, stellt sich beiläufig eine Frage, die noch vor wenigen Jahren der Science-Fiction vorbehalten war: Spreche ich hier mit einem Menschen oder mit einer Maschine? Die Antwort fällt zunehmend schwer, weil sprachliche Systeme wie große Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs) Empathie, Witz und Zögern so überzeugend simulieren, dass die Unterscheidung praktisch bedeutungslos wird. Aus einer Randfrage der Kybernetik ist eine Alltagsfrage geworden. Genau diese Prüfsituation hat der Film Blade Runner bereits 1982 filmisch inszeniert: Im Auftrag der Tyrell Corporation muss der titelgebende „Blade Runner" künstlich…
Volltext lesen →
Angaben gemäß § 5 DDG und § 18 Abs. 2 MStV. Diese Seite verwendet keine Cookies, kein Tracking und keine externen Dienste.
Garlef Meyer
Düsselstraße 30
40219 Düsseldorf
Deutschland
E-Mail: garlef.meyer@gmail.com
Verantwortlich für den Inhalt nach § 18 Abs. 2 MStV: Garlef Meyer, Anschrift wie oben.
Alle Texte, Fotografien, Gestaltungen und Programme auf dieser Website sind, soweit nicht anders angegeben, urheberrechtlich geschützt und stammen von Garlef Meyer. Jede Verwendung außerhalb der Grenzen des Urheberrechts bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung. Bei Gruppenprojekten sind die Mitwirkenden beim jeweiligen Projekt genannt.
Diese Website verlinkt auf Instagram. Für die Inhalte verlinkter Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich; zum Zeitpunkt der Verlinkung waren keine Rechtsverstöße erkennbar.
Verantwortlicher im Sinne der DSGVO: Garlef Meyer, Anschrift wie im Impressum, E-Mail garlef.meyer@gmail.com.
Hosting und Server-Logfiles: Beim Aufruf dieser Website verarbeitet der Hosting-Anbieter Netlify, Inc., 101 2nd Street, San Francisco, CA 94105, USA automatisch technische Daten, die der Browser übermittelt: IP-Adresse, Datum und Uhrzeit des Zugriffs, aufgerufene Datei, übertragene Datenmenge, Browsertyp und Betriebssystem, Referrer-URL. Die Verarbeitung dient dem sicheren und stabilen Betrieb der Website (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO). Die Logfiles werden nach kurzer Zeit gelöscht. Netlify ist unter dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert; die Übermittlung in die USA erfolgt auf dieser Grundlage bzw. auf Basis der EU-Standardvertragsklauseln.
Keine Cookies, kein Tracking: Diese Website setzt keine Cookies, verwendet keine Analyse- oder Tracking-Dienste und bindet keine externen Inhalte ein. Schriften werden vom eigenen Server geladen, es werden keine Daten an Schriftanbieter übertragen.
Kontakt per E-Mail: Wenn Sie per E-Mail Kontakt aufnehmen, werden die übermittelten Daten (Name, E-Mail-Adresse, Inhalt) zur Bearbeitung der Anfrage gespeichert (Art. 6 Abs. 1 lit. b und f DSGVO) und gelöscht, sobald sie dafür nicht mehr erforderlich sind.
Instagram: Die Links zu Instagram sind einfache Verweise ohne eingebettete Inhalte. Beim Klick verlassen Sie diese Website; es gilt die Datenschutzerklärung von Meta Platforms Ireland Ltd.
Ihre Rechte: Sie haben das Recht auf Auskunft (Art. 15 DSGVO), Berichtigung (Art. 16), Löschung (Art. 17), Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18), Datenübertragbarkeit (Art. 20) und Widerspruch (Art. 21) sowie das Recht, sich bei einer Aufsichtsbehörde zu beschweren, etwa bei der Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen.
Stand: September 2026.